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ACNE INVERSA
(Synonym: Hidradenitis suppurativa, Pyodermia fistulans sinifica, Acne tetrade) ist eine Erkrankung der Haut in den großen Beugenregionen des Körpers wie Achseln und Genitalbereich sowie Leistenregion.
Die Erkrankung nimmt ohne medizinische Behandlung einen chronischen Verlauf, so dass letztlich die gesamte Haut und das Unterhautfettgewebe der betroffenen Region durch die Erkrankung erfasst und vollständig zerstört werden kann. Es kommt zur Ausbildung großflächiger Narben und Fistelgänge. Immer wieder treten Entzündungen auf, die starke Schmerzen verursachen.
Die eigentlichen Ursachen der Erkrankung sind nicht bekannt. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die die Entstehung der Erkrankung offensichtlich begünstigen; in erster Linie Rauchen und Übergewicht.
Neben dem Erkennen und Vermeiden dieser Faktoren besteht die einzig wirksame bekannte Behandlungsmöglichkeit in der operativen Entfernung der gesamtem betroffenen Haut. Je nach Größe des Defektes kann die gesunde Haut wieder vernäht werden. Es kann aber auch ein Verschluss des Hautdefektes durch sogenannte Spalthauttransplantation erforderlich werden. Die chirurgische Eröffnung von Abszessherden bringt nur eine vorübergehende Linderung. Durch eine konservative, also nicht operative Therapie, lässt sich die Erkrankung nur in sehr frühen Stadien ausreichend behandeln. In anderen Fällen ist allenfalls eine vorübergehende Stabilisierung durch z.B. Gabe von bestimmten Antibiotika möglich.
Die Behandlung der Erkrankung erfolgt im Allgemeinen in auf die Durchführung dermatochirurgischer Eingriffe spezialisierten Zentren wie sie z.B. an allen größeren Hautkliniken, aber auch in der Plastischen Chirurgie bestehen.
Ziel des Therapie- und Forschungsschwerpunkts Acne inversa
an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité
Universitätsmedizin ist es, mehr über diese Erkrankung, ihre Ursachen, ihre
Verbreitung und ihren Verlauf zu erfahren und dadurch eine Verbesserung
der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung zu erreichen.

