Forschung
Die eigentlichen Ursachen, die zur Entstehung einer Acne inversa führen
können, sind auch heute noch nicht bekannt. Es liegen eine ganze Reihe epidemiologischer
Untersuchungen vor, die zeigen, dass bestimmte Faktoren offensichtlich zum
Entstehen der Erkrankung führen können. Andererseits ist zu vermuten, dass
darüber hinaus eine bestimmte, angeborenen genetische Disposition vorhanden
sein muss, damit bei Hinzutreten der genannten Faktoren die Erkrankung entstehen
kann.
Die Erforschung dieser genetischen Disposition, die vermutlich in einer
gestörten Abwehr gegenüber bakteriellen Erregern zu suchen ist, ist ein
Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit unserer Gruppe.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt besteht in der Beurteilung des Stellenwertes,
den die o.g. hinzutretenden Faktoren wie z.B. bestimmte Lebensgewohnheiten
oder auch hormonelle Störungen auf das Krankheitsbild haben.
Die Weiterentwicklung operativer Verfahren sowie die Erprobung nicht operativer
Behandlungsmethoden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Effektivität steht
im Mittelpunkt der klinischen Forschung der Arbeitsgruppe.
Aktuelle Publikationen unserer Arbeitsgruppe
Meixner D., Schneider S., Krause M., Sterry W.:
Acne inversa (pdf)
JDDG 2008; 6: 189-196
Schneider S., Meixner D., Lukowsky A., Sterry W.:
Common NOD2 mutations are rare
in patients with inverse acne (pdf)
J Dermatol Sci. 2008 Oct;52(1):55-7.
Ansgar Lukowsky, Wolfram Sterry, Sylke Schneider-Burrus:
Prevalence
of the MspI and Ile462Val SNPs of Cytochrome P-450 1A1 in Hidradenitis Suppurativa
(pdf)
Eingereicht bei J Exp Derm.
K. Warszawska, K. Wolk, C. Höflich, S. Schneider-Burrus,
K. Witte, S. Kunz, E. Witte, S. Philipp, H.J. Roewert, M. Krause, A. Lukowsky,
H.-D. Volk, W. Sterry, R. Sabat.
Patients who suffer from acne inversa show a relative deficiency
in the cutaneous expression of antimicrobial peptides, which may be due
to IL-22 deficiency and may be responsible for this chronic skin disorder.
Abstract No. FC06.3, EADV 2009.

